Ab Sonntag, den 13.10.2019, sind wegen Renovierung folgende Schießstände bis auf weiteres gesperrt:

100m Stand

25m Stand

50m Stand

Ausnahme: Königsschießen am Sonntag den 20.10 und Samstag den 26.10.

Je mehr mithelfen, umso schneller können die Stände wieder freigegeben werden.



Chronik der Schützenvereinigung Eppelheim von 1912 bis 2013
(überarbeitete Fassung aus der Festschrift zum 75jährigen Jubiläum 1987, aktualisiert zur Hunderjahrfeier 2013 von K. Tiedemann)

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Durch die Förderung und Entwicklung des Sportschießens durch den Deutschen Schützenbund (gegründet 1861) war es auch das Bestreben Eppelheims und der Nachbargemeinden, Schützengesellschaften zu gründen. Während sich die über 5oo Jahre alten Schützenvereine unserer Region (z. B. Heidelberger Schützenverein 1490, SSV Eberbach 1487) als mittelalterliche Schützengilden von städtischen Bürgerwehren ableiteten, erfolgten die Neugründungen im Kaiserreich durch patriotische Reservisten. Davon zeugt noch die Inschrift auf unserer Fahne „Scharfes Auge, sichre Hand, und ein Herz fürs Vaterland".

Am 5. August 1912 fand im Gasthaus „Zum Adler" die Gründungsversammlung statt. Die anwesenden Mitglieder wählten Herrn Direktor Mittinger als Oberschützenmeister und Herrn Fritz Kölmel als Schriftführer. Der Verein nannte sich Schützengesellschaft Eppelheim. In den Heidelberger Zeitungen wird dieses Ereignis nicht erwähnt. Die Schlagzeile dieses Tages vermeldet, dass der Kaiser an Bord der „Hohenzollern" Gottesdienst hielt und anschließend ein Panzerschiff besichtigte. -Am 13. Nov. 1913 gründete sich der Zimmerstutzenverein Edelweiß e. V. Eppelheim, der in einer Gastwirtschaft schoss und kein eigenes Gelände brauchte. Das arme Maurerdorf Eppelheim hatte 1912 noch keine 3000 Einwohner, aber schon einen SPD-Ortsverein und seit 1907 sein Wahrzeichen, den Wasserturm.

Das Schießen wurde 1912 anfänglich am Fischweiher durchgeführt, das war bei den Kiesgruben am heutigen Eppelheimer Wald. Beachtliche Erfolge in den Schießleistungen bewirkten auch die Zunahme der Mitglieder. Nach Weggang des Oberschützenmeisters und des Schriftführers aus Eppelheim wurde Schützenbruder Dr. Wilhelm Klinkhardt zum Oberschützenmeister, Georg Weckauf II zum Schriftführer und Jakob Martin zum Kassier gewählt. Der Weltkrieg 1914-1918 legte das Schießen lahm. Ende 1918 setzten die Schießtätigkeiten am Fischweiher wieder ein. Durch böswillige Hände wurde diese Anlage immer wieder zerstört. In der Schützenstraße konnte ein geeignetes Gelände erworben werden, das durch selbstlose, aufopfernde Aufbauarbeit und großherzige Stiftungen zu einer mustergültigen Schießanlage aufgebaut wurde. Dort entstand auf einem Grundstück von ca. 39 ar ein Schützenhaus mit 175m –Großkaliberständen. Die Anlage war so gelungen, dass das Gauschießen des Deutschen Schützenbundes — Gau Baden im August/September 1929 auf ihr abgehalten wurde. Durch den 2. Weltkrieg wurde Ende 1944 der Schützenstand der Schützengesellschaft Eppelheim zerstört (er verlief in der Achse der Erzberger Straße). Das Gebäude wurde als Notunterkunft für Flüchtlinge und Ausgebombte belegt. Die Betonblenden und der Kugelfang wurden gesprengt und das Bestehen der Schützengesellschaft verboten.
Um das Vereinseigentum, die zerstörte Schießanlage und das Schützenhaus, wieder zu erhalten, wurde die Schützengesellschaft 1912 in eine "Gesellschaft 1912" umbenannt.

Am 31. Oktober 1947 wurde von der Behörde Schützenbruder Jakob Martin als Rechtsnachfolger des Vereins anerkannt und als Treuhänder eingesetzt. Die Gründungsversammlung, so erinnert sich Karlheinz Hepp (Jg. 1935), fand in der inzwischen abgerissenen Wirtschaft des Katholischen Gemeindezentrums statt, dem „schwarzen Häusle". Herr Ochs hatte dazu ein über den Krieg gerettetes Luftgewehr mit glattem Lauf mitgebracht. Verborgen in einem Kartoffelsack, den Waffenbesitz war 1947 unter den Amerikanern noch verboten. Peter Riegler wurde zum Vorstand gewählt, Fritz Brauch zum Sportwart. Im Jahre 1950 durfte der Name Schützengesellschaft 1912 e.V. Eppelheim wieder geführt werden.

Am 18. November 1951 erfolgte die Wiedergründung des deutschen Schützenbundes und damit auch der offizielle Wiederbeginn der beiden Eppelheimer Schützenvereine. Die Schützengesellschaft 1912 e.V. begann im Gasthaus zum Adler im Nebenzimmer das Luftgewehrschießen. Das Schützenhaus in der Schützenstraße war noch belegt. Der Zimmerstutzenverein Edelweiß hat im Saal des Gasthauses zur Rose sein Luftgewehrschießen begonnen.

Ende 1951 wurde das Schützenhaus wieder frei. Die Schützen konnten nach einer Säuberungsaktion mit dem Luftgewehrschießen beginnen. Aufgrund der zerstörten Blenden und der Sprengung des Schutzwalls durfte kein Großkaliber mehr geschossen werden. Die im Schützenhaus unter der Dachschräge verstauten Vereinsgewehre waren nicht mehr vorhanden. Aus den Schießscharten der Großkaliberstände wurde auf 10 m mit Luftgewehren geschossen. Schützenbruder Wilfried Gabler versuchte mit einer Neuplanung der Blenden, des Betonwalls sowie eines 50 m KK-Standes eine Baugenehmigung zu erhalten. Nachdem die Pläne beim Bezirksbaumeister Schoch beim Landratsamt vorlagen, begannen die Gespräche über die Verlegung des Schützenhauses, denn Neubauten waren bereits bis unmittelbar an das Schießgelände herangerückt. Nach dem Bebauungsplan waren sogar Straßen mitten durch das Schießgelände geplant. Die Gemeinde Eppelheim hatte ebenfalls großes Interesse daran, den an diesem Ort störenden Schießstand zu verlegen.
In einer Gemeinderatssitzung wurde das Gelände in der verlängerten Bahnhofstraße gegenüber der bereits bestehenden Firma Haucke vorgeschlagen und vom Schützen- verein sofort akzeptiert.

In der Zwischenzeit begannen weitsichtige Männer mit Gesprächen über den Zusammenschluss der zwei Eppelheimer Vereine. Am 4. März 1956, bei einer gemeinsamen Generalversammlung, haben die Mitglieder beider Vereine der Fusion zugestimmt. Als Oberschützenmeister des gemeinsamen Vereins, nunmehr Schützenvereinigung 1912-1913 e.V. Eppelheim genannt, wurde Peter Riegler gewählt, der den OSM der Schützengesellschaft Eppelheim Jakob Martin zum Ehrenoberschützenmeister ernannte.

In der Generalversammlung am 4. März 1956 im Gasthaus „Zum Adler" konnte unser ehrenamtlicher Vereinsarchitekt bereits die Neuplanung des Schützenhauses mit einem Modell M 1:100 demonstrieren. Die Versammlung stimmte der Planung zu. Noch im selben Jahr konnte nach einer vorläufigen Gemeinderatsgenehmigung mit dem Bau begonnen werden. Im Frühjahr 1958 ist die Familie Erdmann in das Schützenhaus eingezogen. Seinerzeit standen zwei Zimmer, Wirtschaftsküche und ein Gastraum zur Verfügung (ohne Zentralheizung). Die Familie Erdmann hat für den Aufbau dieser Gaststätte viel geleistet.
Die offizielle Einweihung des Schützenhauses erfolgte im Sommer 1959.

Durch den Verkauf des Schützenhauses an der Schützenstraße war ein kleiner finanzieller Grundstock für den Neubau in der Bahnhofstraße 109 gegeben. Das restliche Gelände hatte die Gemeinde Eppelheim übernommen und dafür das Gelände an der Bahnhofstraße zu einem vertraglich festgelegten Preis angeboten.

Der Verein übernahm dieses Grundstück zunächst als Erbbaurecht; mit der Vereinbarung, es innerhalb 10 Jahren zu dem vereinbarten Kaufpreis erwerben zu können. Am 21. Dezember 1977 erhielt der Schützenverein ein Schreiben von Bürgermeister Peter Böhm, dass die Gemeinde Eppelheim bereit sei, das Gelände an der Bahnhofstraße 109 an unseren Verein zu verkaufen. Die Protokollierung im Grundbuch erfolgt am 24. Januar 1978 (ein schönes Weihnachtsgeschenk). Das Grundstück hat über 4500 qm und wurde für den 1956 ausgehandelten Verkaufspreis an den Verein übergeben.

Vom 11. -13. August 1962 feierte unser Verein sein 50jähriges Jubiläum im eigenen Vereinshaus mit einem großen Zelt auf dem angrenzenden Gelände, das seinerzeit der Gemeinde Eppelheim gehörte. Die Firma Wild war zu dieser Zeit noch weit von unserem Grundstück entfernt. Keiner kam auf den Gedanken, dass diese Firma 20 Jahre später den Schützenverein an eine andere Stelle verlegen möchte. Sonst hätte man beim Abstecken des Vereinsgeländes die Grenzsteine mindestens 3m weiter nach Osten gesetzt.

Im Jahr nach dem Jubiläum hat Herrmann Martin den amtierenden Oberschützenmeister Peter Riegler abgelöst. In den nachfolgenden Jahren hat sich herausgestellt, dass die Gaststätte und die Wohnung erweitert werden sollten. Zur Gaststätte sollte ein Nebenzimmer kommen und zur Wohnung ein Zimmer mit Bad. Außerdem haben sich immer mehr Schützen für das Pistolenschießen interessiert, so war der Verein schließlich gezwungen, auch einen Pistolenstand zu errichten. So kam es, dass der Verein ununterbrochen weiterbaute. In der Grundkonzeption der Planung waren diese Erweiterungen ja vorgesehen.

Die Verbindlichkeiten bei den Banken gingen bei dem damalig hohen Zinsstand über die Finanzierungsmöglichkeiten der Schützenvereinigung hinaus. Das
Grundstück war zu diesem Zeitpunkt noch nicht Eigentum des Vereins. Es gab nur eine Möglichkeit, sie abzubauen: alle erforderlichen Arbeiten in Eigenarbeit durchzuführen, möglichst viele Zuschüsse zu erhalten und die Schützen ihre Scheibenmunition für die Kreismeisterschaften selbst bezahlen zu lassen.

Diese Einschränkungen haben sich bis 1975 bemerkbar gemacht, danach konnte wieder investiert werden. 1976 wurden drei neue KK-Stände eingebaut und neue Vereinsnadeln beschafft. 1977 wurde der Luftgewehrstand im Freien überdacht. 1979, nach dem Grundstückserwerb, wurde die Bretterbude von Garage abgebrochen und ein Schlachtraum gebaut. Im Dezember 1981 hat die Familie Weigand den Wirtschaftsbetrieb übernommen.

Im Frühjahr 1982 bekundete die Firma Wild Interesse daran, ein Stück des Vereinsgeländes auf der Nordseite zu erwerben. Dadurch hätte der Pistolenstand um 3m nach Süden verlegt werden müssen. Nach gemeinsamen Überlegungen wurde beschlossen, den Schießstand mit Schützenhaus nach Süden zu verlegen. Die Firma Wild hätte dann freien Zugang zur Straße. Nach Ausarbeitung der Vorentwürfe und Einholung von Angeboten für den neuen Standplatz (baueingabereif) hat die Firma Wild die Durchführung des Bauvorhabens jedoch bis auf weiteres zurückgestellt. In der nachfolgenden Generalversammlung im Februar 1983 hat OSM Gabler daraufhin größere Investitionen im Schützenhaus angekündigt. Wir haben seinen Eingang von der Straßenseite auf die Südseite verlegt, die Küche vergrößert, eine zusätzliche Toilette eingebaut und am Südeingang einen Windfang errichtet.

1984 kam noch dazu, dass wir wegen Auflagen vom Landratsamt Veränderungen beim 100 m Stand vornehmen mussten (Zusätzliche Holzwand beim 100m-Wall). Nachdem in unseren Schießständen immer mehr Geräte, Werkzeuge und Maschinen abgestellt waren, wurde bei der Generalversammlung am 11.03.1985 beschlossen, zwei zusätzliche Garagen an das Schlachthaus anzubauen. Die Erstellung erfolgte in Eigenarbeit.

Im Jahre 1988 war der Schützenausflug nach Prag das hervorstechende Ereignis.
Nach dem Tod von OSM Gabler (1990), der als städtischer Oberbauamtsrat den Verein baulich laufend erweitert hatte, ging die Vereinsführung für die nächsten 12 Jahre auf Günter Schmidt als OSM über, der zuvor lange Jahre Kassier war.

Die gesellschaftlichen Höhepunkte unseres Vereinslebens der folgenden Jahre fielen mit unserem höchsten Mitgliederstand zusammen. 1987, im groß gefeierten 75. Vereinsjahr, hatten wir 240 Mitglieder; 1993 waren es 288; 1997 fast 330. Später sank ihre Zahl stetig, auf 198 im Jahre 2013. Womit wir im 100. Vereinsjahr der zweitgrößte Verein im Sportschützenkreis 5 sind.

Höhepunkte verdankten wir den Städtepartnerschaften. 1991 schossen wir das erste mal in Montpellier, als Gäste der Schützen von Henry Broulhet, die uns im Vorjahr besucht hatten. Montpellier ist die Partnerstadt von Heidelberg; die Besuche und Busfahrten wurden vom Stadtjugendring gefördert. Den Kontakt vermittelte uns Erwin Glock, ein Meisterschütze, der 1972 in der Olympiamannschaft in München dabei war. Im Jahre 92 kamen die Franzosen wieder nach Eppelheim; 93 schossen wir zum zweiten mal in Montpellier, dann kamen wieder die Franzosen. Eine Zeit mit persönlichen Freundschaften, besonders von Wilfried Knopke gepflegt. Später wurde H. Broulhet abgewählt, auch fanden sich immer weniger Teilnehmer und Gasteltern, so dass diese Jumelage 1996 endete.

Die zweite Städtepartnerschaft führte uns in die Eppelheimer Partnerstadt Wilthen (bei Bautzen). Dort bat uns der Rat der Stadt 1990 gleich nach der Wende, bei der Neugründung ihres Schützenvereins quasi Amtshilfe zu leisten. Die Gruppe um Michael Weber und Andreas Wähle bemühte sich um die Restitution ihres alten Geländes. Den Wilthener Bürgermeister Knut Vetter konnten wir noch jahrelang auf der Kerwe in Eppelheim begrüßen. Wir sind mehrfach in Wilthen gewesen, vorneweg unser Gemeinderat Walther Marschall († 1994), der dort 1992 das Bettenrennen sah und als Volksbelustigung nach Eppelheim importierte.

Eine weitere Aktivität der 90ger Jahre war das Schlachtfest, bei dem ein gestiftetes Schwein frühmorgens noch lebend auf den Parkplatz gekarrt wurde. Ein alter Metzger kam, in der hinteren Garage steht noch der Brühkessel. Mittags gab es Wellfleisch, am Nachmittag hat der OSM Günther Schmidt dann frische Blut- und Leberwurst verkauft. Ein geselliges Fest und eine Einnahmequelle für den Verein.

Ähnlich lief es auf der Eppelheimer Kerwe mit unserem großen Festzelt. Die kulinarische Spezialität des Vereins war Schaschlik als „Schützenspieß". Fünf Tage Knochenarbeit für Auf-und Abbau, Ausschank, Kochen und Bedienen. Aber eine gute Gelegenheit, den Schützenverein ins Bewusstsein der Eppelheimer Bevölkerung zu tragen, ebenso wie das jährliche Bevölkerungsschießen der Eppelheimer Vereine. Auch hierfür fanden sich später nicht mehr genügend Aktive. Unsere Reservisten führten die Kerwetradition noch einige Jahre mit einer Gulaschkanone fort.

Im Oktober 1990 begann die überfällige Modernisierung des 25m-Pistolenstandes, um Auflagen des Immissionsschutzgesetzes zu erfüllen. Weitgehend in Eigenleistung. Zunächst wurde der Kugelfang abgerissen und durch eine Betonwanne ersetzt. Zur Verbesserung der Schalldämmung erfolgte eine Teilüberdachung. Im Oktober 1993 konnte diese Baumaßnahme mit der Neueröffnung des Pistolenstandes abgeschlossen werden. Sie hatte 48.000 DM gekostet – und 1620 Arbeitsstunden.

Jacek Nowak wurde 1994 mit der Luftpistole Deutscher Meister; zwei Jahre später belegte er den 2. Platz.
Nach kurzer Atempause machten wir unserem Ruf, eher ein Bauverein als ein Schützenverein zu sein, notgedrungen wieder Ehre. Auch der 100m-Gewehrstand musste saniert und schallgedämmt werden, was nur durch eine völlige Übertunnelung zu erreichen war. Ein Bauantrag für dieses größte Projekt der Vereinsgeschichte wurde im Juni 1994 gestellt.

1995 verstarb der erfolgreichste Schütze des Vereins, Jonas Valiunas; ein ebenso kantiger wie liebenswerter Litauer. Er hatte zwischen 1969 und 1974 mit der Sportpistole fünfmal den ersten Platz bei den Deutschen Meisterschaften errungen.

Im Februar 1997erfolgte der Abriss des Kugelfangs am 100 m-Stand, unterstützt vom Bagger von Ernst Zwirn. Im Mai musste das Dach des Schützenhauses neu gedeckt werden. Unter sachkundiger Anleitung, aber weitgehend durch arbeitswillige Mitglieder. Das Dach des Königssaals war schon im Oktober 96 erneuert worden, nachdem es undicht geworden war.

Im Mai 1998 war das erste Teilstück des 100 m-Standes von der Baufirma Stotz übertunnelt worden. Dabei hat man gleichzeitig die kleine Pächterwohnung um einen angrenzenden Raum vergrößert. Die Terrasse der Wirtschaft wurde überdacht. Und weil der Bagger später keine Zufahrt mehr gehabt hätte, wurde der marode Kugelfang am 50m -Gewehrstand erneuert, so dass auch dieser Stand fast zwei Jahre lang geschlossen war. Eine von den sich ausbreitenden Wild-Werken angeregte Umsetzung unseres Vereins scheiterte. Es fand sich kein geeignetes Tauschgrundstück, und neugebaute Schießstände wären nur noch übertunnelt, als geschlossene Stände zugelassen worden. Das wäre sehr teuer geworden, war also -auch hinsichtlich unser geringen Grundstücksgröße- unwirtschaftlich.

Auch 1999 war von Baumaßnahmen geprägt. Am 50 m-Stand wurde eine Betonblende mit einem großen Kran eingesetzt, so dass der Stand im September wieder zugelassen werden konnte. Daneben liefen Dachdeckerarbeiten an der Pächterwohnung und Reparaturen am Wirtshaus. Hauptschießleiter Stefan Harbarth gewann mit dem Gebrauchsrevolver eine Goldmedaille bei den Badischen Landesmeisterschaften der Sportschützen. Der Rohbau des 100 m -Stands wurde fertiggestellt.

Im Jahre 2000 erforderte ein Pächterwechsel eine Totalsanierung der Vereinsgaststätte und der Pächterwohnung. Innenarbeiten am 100 m -Stand wurden wieder aufgenommen, verzögerten sich aber durch zu wenige Helfer. Es traf immer die gleichen Arbeitswilligen. Eine Beitragserhöhung wurde auf der Jahreshauptversammlung 2001 abgelehnt.

Im Folgejahr rückte der bisherige Schützenmeister Claus Stefan zum OSM auf und übernahm die Last, die Großbaustelle 100m–Stand fertigzustellen. Im Juli 2002 wurde auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung eine Satzungsänderung zur Einführung von 10 vorgeschriebenen Arbeitsstunden abgelehnt; ein Rückschlag für die sich hinschleppenden Ausbauarbeiten. Durch Spenden wurde es immerhin möglich, Scheibenzuganlagen für die vier Gewehrstände montieren zu lassen. Die Eröffnungsfeier dieses Standes fand am 13.12.2003 im Beisein von Landesschützenmeister Adolf Hofer, Kreisschützenmeister Manfred Höfler und dessen Stellvertreter Manfred Riehl sowie Kreissportleiterin Beate Hirscher statt.

Die Jahre 2004 und 2005 waren eine unruhige Zeit, in der selbst die wichtigsten Vorstandsposten kaum zu besetzen waren. Sie endete erst 2005 mit der Wahl von Axel Richter zum Vorsitzenden. Seither stabilisierte sich der Verein. Die größte Baumaßnahme der Folgezeit war die Befestigung des straßenseitigen Hanges am 50m-Stand. Für die Wirtschaft wurde ein Fettabscheider besorgt und die Abwassersituation verbessert. Besonders aktiv bei den Baumaßnahmen und umfangreichen Erdbewegungen war Schützenmeister Mathias Zäpfel.

Anlässlich der Hunderjahrfeier des Vereins, die am 09.06.2013 festlich begangen wurde, können wir feststellen, dass der Verein wieder gut aufgestellt ist und auf Rundenwettkämpfen und Kreismeisterschaften in fast allen Disziplinen schießt, außer mit Pfeil und Bogen. Die Vereinsführung trieb in den letzten Jahren die Kooperationen mit weiteren Schießsportverbänden voran. Seit 2010 haben wir eine eigene Eppelheimer BDS-Abteilung, die das Spektrum unserer Disziplinen erweiterte. Auch zum BDMP bestehen beste Verbindungen. Einzelne Eppelheimer Schützen gewannen dort sogar Goldmedaillen bei der Deutschen Meisterschaft.

Im erweiterten Kreisvorstand des Schützenkreises 5 sind neben dem Eppelheimer OSM Axel Richter und SM Mathias Zäpfel auch der Hauptschießleiter Stefan Harbarth und Wilfried Knopke als Referenten tätig. Seit Wiedereröffnung des 100m-Standes sind wir Austragungsort der jährlichen Kreismeisterschaften im Bereich Großkaliber und Vorderlader.

Überaus positiv ist unsere Jugendarbeit. Unsere 10 aktiven Jugendlichen glänzen als eine der erfolgreichsten Jugendabteilungen auf den Wettkämpfen. Wir werben und gewinnen sie im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt, die es mit Verpflegung und Getränken unterstützt. Dem jahrelangen Einsatz unserer Jugendleiter Andreas Reinig (der auf der Landesmeisterschaft 2008 gleich 2 Goldmedaillen mit dem KK-Gewehr gewann) und Matthias Barth ist es zu verdanken, viele Jugendliche verantwortungsbewusst an den Schießsport heranzuführen.

 

 

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